HGV ist Preisträger des Altenbekener Heimatpreises 2021

Professor Hans Walter Wichert und Ursula Barkhausen als Vertreter des Vorstands des Heimat- u. Geschichtsvereins Altenbeken e.V. (HGV) konnten am 18. Oktober 2021 die Auszeichnung für den zweiten Platz beim Heimat-Preis der Gemeinde Altenbeken im Rahmen der Geburtstagsfeier für die Altenbekener Denkmal-Lokomotive entgegennehmen. Der HGV teilt sich diese Auszeichnung mit dem Förderverein der Königin Kürassiere Altenbeken e.V.

In der Gemeinde Altenbeken mit den Ortsteilen Altenbeken, Buke und Schwaney spielt ehrenamtliches Engagement schon immer eine große Rolle. Der Heimat-Preis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen wird, geht auf eine Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung zurück, die damit in Städten und Gemeinden das herausragende Engagement von Menschen für die Gestaltung ihrer Heimat auszeichnen möchte. Durch die Auszeichnung mit dem Heimat-Preis wird die Wertschätzung für die Leistung der ehrenamtlichen Arbeit ausgedrückt, der Preis bietet aber auch die Chance, andere Menschen zu motivierten, selbst aktiv zu werden und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Der Heimat- und Geschichtsverein leistet durch die Beschäftigung mit der Heimatgeschichte und Heimatkunde Altenbekens einen wertvollen Beitrag zur Schaffung lokaler Identität, so Ratsherrin Stefanie Klüter in ihrer Rede zur Verleihung. Die Aktivitäten des seit mittlerweile seit 10 Jahren existierenden Vereins sind sehr vielfältig und ein wichtiger Teil der Altenbekener Kulturszene. Dazu zählen beispielsweise die Veröffentlichung der heimatgeschichtlichen Schriftenreihe mit dem Titel „Was man sich in Altenbeken erzählte“, das kürzlich erschienene Buch des Exkursionsleiters des HGV, Michael Bieling, über geheimnisvolle Spuren und Entdeckungen im Altenbekener Eggewald, die Erstellung der Festschrift zum 800jährigen Jubiläum Altenbekens 2011, sowie die bis zur Coronapandemie regelmäßigen Klönabende für alle Interessierten. Auch die Schnatgänge und Exkursionen werden von Altenbekenern und Gästen aus Nah und Fern gern genutzt, um die Heimat besser kennenzulernen.

Kristin Wichert

Exkursion auf dem Hildesheimer Pilgerweg

Im 18. Jhdt. führte die Pilgerreise von Hildesheim zur Gnadenmadonna nach Werl auch über Altenbeken. Wir begeben uns auf die Spuren der Hildesheimer Wallfahrer, die damals einen ca. 200 km langen Fußweg auf sich nahmen.

Zwischen den Bischofsstätten Hildesheim und Paderborn nutzten die Pilger den Hildesheimer Hellweg, einen historischen überregionalen Verbindungsweg. Die von Michael Bieling geführte Exkursion verläuft auf einem Teilstück des Hildesheimer Hellweges von Himmighausen (ehemaliger Bahnhof) nach Altenbeken, streckenweise über uralte Hohlwege. Dabei ist damals wie heute der Eggekamm beim Schwarzen Kreuz zu überwinden.

Besonderheiten am Weg sind

  • die Antoniuslinde in Himmighausen,
  • der Königsweg bei Grevenhagen,
  • der Schwarze Pfuhl, einer alten Pinge,
  • das Schwarze Kreuz auf dem Eggekamm,
  • und die Nonenstelle Obere Sage am Lehmkuhlengrund, einem ehemaligen Rastplatz für die Wallfahrer.

Wegverlauf: Himmighausen Bahnhof, Aufstieg zum Eggekamm, Schwarzes Kreuz, Abstieg zum Lehmkuhlengrund, Marktplatz Altenbeken.

Geführte Wanderung am 10.10.2021, Ausarbeitung von Michael Bieling
Teil 1
Teil 2

Bilder

Schmetterlinge in und um Altenbeken

Fotostrecke in der Bildergalerie

Schmetterlinge besitzen oft leuchtend farbige Flügel. Schmetterlinge sind wie viele andere Insekten bedroht. Die am Tag fliegenden Schmetterlinge werden Tagfalter (ca. 200 Arten), die nachts fliegenden werden Nachtfalter (3.500 Arten) genannt.

Die Mehrzahl dieser Tagfalter ist allerdings nur Fachleuten bekannt.

Gewöhnlichen Naturfreunden wie mir sind meist nur die Namen weniger Schmetterlinge vertraut: Der gelbe Zitronenfalter, der weiße Kohlweißling und das Tagpfauenauge, vielleicht auch der Admiral und der kleine Fuchs.

Aber auch in unseren heimischen Wiesen und Wäldern rund um Altenbeken gibt es noch weit mehr Tagfalter als die oben genannten. Einige wenige von den hier vorkommenden Arten habe ich in den letzten Jahren fotografiert. Trotz der Verwendung von Fachbüchern ist es mir nicht immer gelungen, einige Arten voneinander zu unterscheiden bzw. sicher zu bestimmen.

Lepidopterologen oder Schmetterlingskundler können daher gern Korrekturen anmelden.

 

Altenbeken, im September 2021
Michael Bieling

Heimat- und Geschichtsverein Altenbeken

Neuerscheinung

 

Der Viadukt ist das Wahrzeichen Altenbekens und als größte Kalksandsteinbrücke Europas überregional bekannt. Dieses Bauwerk beeindruckt nicht nur Eisenbahnfreunde. Weniger bekannt ist allerdings, dass rings um Altenbeken zahlreiche Natur- und Kulturgüter sowie andere historische Relikte schlummern, die sich in der Geborgenheit der Wälder erhalten haben.

Der Heimat- und Geschichtsverein Altenbeken e. V. (HGV) hat sich anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums im Jahre 2019 dazu entschlossen, ein Buch herauszugeben, das die in den Altenbekener Fluren verborgenen Schätze in Wort und Bild darstellt. Es ist ein Anliegen des Vereins, die teilweise uralten und derzeit noch vorhandenen Relikte zu dokumentieren, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und für die Zukunft erhalten bleiben.

Der Autor des Buches, Michael Bieling, Exkursionsleiter des HGV, durchstreift seit seiner Kindheit die Wälder der Egge rund um Altenbeken. Dabei hat er bereits zahlreiche Relikte entdeckt. Oft sind es zunächst nur kleinste Erhebungen und Vertiefungen im Gelände, die einen ersten Hinweis auf eine frühere menschliche Tätigkeit geben. Spannender wird es dann, wenn Tonscherben, Glasreste, Eisenschlacken oder ortsfremde Feuersteine zum Vorschein kommen. Eiszeitliche Feuersteine wurden auf der Sonnenseite des Sommerberges gefunden, wo vor ca. 10.000 Jahren unsere Vorfahren ihr Lager aufgeschlagen und die Feuersteine zu Pfeilspitzen verarbeitet haben, wie im ersten Kapitel des Buches beschrieben wird. Die weiteren Kapitel handeln von bronzezeitlichen Gräbern, von mittelalterlichen Waldglashütten, wo vor 800 Jahren das so genannte grüne Waldglas hergestellt wurde, sowie von historischen Grenzsteinen, alten Hohlwegen und von Kalköfen. Auch die zahlreichen Schachtpingen und Halden des Altenbekener Eisenerzabbaus am Rehberg, am Trötenberg und am Köhlerberg werden im Buch dargestellt. Als äußerst spannend erwies sich die Suche nach der „Bude 51“, einem Streckenposten an der „Gebirgsstrecke“ der Königlich-Westphälischen-Eisenbahn zwischen Altenbeken und Buke. Bei dieser Bude wurden nämlich die vier Dampfmaschinen Arminius, Carolus Magnus, Varus und Wittekind im Jahre 1862 ausgeladen und zu den Schächten des Rehbergtunnels transportiert, wo sie das anfallende Grundwasser und den Erdaushub zu Tage förderten.

Das Buch greift die Beschreibungen in historischen Urkunden und Chroniken auf und stellt sie den Relikten und Strukturen gegenüber, die in der Landschaft rund um Altenbeken heute noch vorhanden sind. Diese werden an Hand zahlreicher fotografischer, kartografischer und zeichnerischer Abbildungen anschaulich dargestellt, so dass frühere Ereignisse und Begebenheiten verständlich und wieder lebendig werden.

In der Altenbekener Buchhandlung Kuhfuß ist das Buch (260 Seiten, 243 Abbildungen)  zum Preis von 16,- Euro erhältlich. Es kann auch bei Michael Bieling (mike.bie@t-online.de) bestellt bzw. erworben werden, bei Versand zuzüglich Porto.